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Thema: Finanzierung und Vermarktung von Kinderspielfilmen in Deutschland. Ungleiche Chancen für originäre und auf Marken basierende Stoffe.
Miriam Hantzsche AutorIn: Diplom-Medienwirtin Miriam Hantzsche
Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden
Studienfach: Medienwissenschaft/AV
Art der Arbeit: Diplomarbeit
Jahr der Abgabe: 2008
Stichworte: Kinderfilm, Kommerziell

Volltext (PDF)

Abstract:
Die deutsche Filmwirtschaft ist ein komplexer Markt mit einer Vielzahl von Teilnehmern. Nur ein Bruchteil der für das Kino produzierten Filme ist in der Lage wirtschaftlich zu reüssieren. Während die Erfolgsfaktoren für Filme der meisten Genres dieselben sind, ist im Genre „Kinderfilm“ eine besondere Entwicklung zu verzeichnen. Die beliebten Kinderspielfilme der heutigen Zeit basieren größtenteils auf Geschichten, die bereits aus den Medien, meist aus der Literatur, bekannt sind. Gleichzeitig werden viele Kinderspielfilme produziert, die auf neuen Geschichten basieren, und die wegen ihrer Unbekanntheit oftmals nicht den Erfolg in den großen gewerblichen Kinos und dementsprechend bei den Zuschauern finden, den man sich erhofft. Häufig werden unterschiedliche Ausgangschancen der Finanzierung und Vermarktung für Filmproduzenten als die Ursache verschieden starker Erfolge von Kinderspielfilmen gesehen. Es wird hier differenziert zwischen den Ausgangschancen, die der Adaption einer bekannten Geschichte, also eines auf einer Marke basierenden Stoffes, gegenüber stehen, und denen, die bei der Verfilmung einer neuen Geschichte, eines so genannten originären Stoffes, zu Grunde liegen. Diese Diplomarbeit hebt zunächst die Strukturen der deutschen Filmwirtschaft für den Bereich des Kinderfilms hervor. Daraufhin wird eine Analyse der Finanzierungs- und Vermarktungsbedingungen für Produzenten und Verleihfirmen deutscher Kinderspielfilme vorgenommen. Im Anschluss daran werden diese Bedingungen auf unterschiedliche Ausgangschancen im Zusammenhang mit den Inhalten untersucht, die den Filmen zu Grunde liegen. Anhand zweier repräsentativer Filmbeispiele wird geprüft, ob die These der ungleichen Chancen originärer und auf Marken basierender Stoffe zu bewahrheiten ist. Abschließend wird, auf den Erkenntnissen der Arbeit basierend, eine Empfehlung für kostengünstige Marketingmaßnahmen mit hoher Reichweite gegeben, die speziell für die Vermarktung deutscher Kinderspielfilme geeignet sind. Hierbei werden insbesondere Marketingmaßnahmen herausgearbeitet, die in den letzten Jahren im Zuge der Digitalisierung entstanden sind und solche, die sich mit der Verbreitung des Internet sowie mit der Entwicklung des ‚Web 2.0’ weiterentwickelt haben.

Lizenz: Creative Commons Lizenzvertrag Miriam Hantzsche

 

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